Eine ernsthafte Dankesrede an die "Dilettanten"

 

Es passiert meistens bei Versammlungen eines deutschen Sport-,
Briefmarken- oder sonstigen Vereins.

Wieder sind die "Schnürschuhspezialisten" zugegen.
Ist ein arbeitsreiches Amt zu besetzen, verschwinden sie unter dem Tisch,
müssen ihre Schuhe zubinden, tauchen erst wieder auf, wenn die Gefahr
vorüber ist.

Und ein Jahr später motzen sie über die schlechte, miserable und überhaupt
amateurhafte Arbeit derjenigen, die nicht unter den Tisch gekrochen sind;
die sich nicht verweigert haben.

Natürlich haben wir in vielen Funktionen Fachleute, aber manchmal gibt es
Probleme, einzelne Positionen zu besetzen. Und letztendlich sind wir dann
auch einstimmig froh, wenn sich dann doch jemand überreden lässt.

Der Verfasser hat lange in einem Unternehmen gearbeitet, dessen Struktur
von konsequenter Aufbau- und Ablauforganisation geprägt ist.

So kam es und das gebe ich auch zu:   Oft habe ich den Kopf geschüttelt:
"Wie kann man nur so ..." oder "Das hätte man doch viel einfacher, besser,
schneller ...usw.." 
Und dann "Mein Gott, sind das Dilettanten!"

Mittlerweile wurde mir bewusst, wie unberechtigt und arrogant diese Sichtweise
ist. Denn kann ich nicht auch zum Dilettanten werden??
Würde man mir eine Aufgabe im IT-Bereich übertragen, könnte ich nur hoffen,
möglichst wenig Schaden anzurichten.

Denn was haben die Dilettanten falsch gemacht? Genau, "sie haben gemacht".
Sich reingekniet in ihr Amt und dessen Arbeiten                 und haben gemacht!
Mühsam Briefe, Listen, Texte usw. erstellt                         und haben gemacht!
Mühselig fremdes Berufswissen angeeignet                       und haben gemacht!
Sie haben sich juristischen Texten gestellt                          und haben gemacht!

Wer immer an irgendeiner Arbeit Mängel erkennt, sollte auf die Leute zugehen
und vor allem vorausschicken: Die Arbeit wird kritisiert, nicht die Person!
Und er/sie sollte konstruktiv wirken. nicht einfach in Bausch und Bogen herunter-
putzen, sondern Vorschläge machen.

Aber umgekehrt muss das Gleiche gelten. Wer kritisiert wird, muss dies auch als
Kritik an seiner Arbeit und nicht an seiner Person verstehen und vor allem Hilfe
auch annehmen.

Dann können man/frau auch hinterher noch beim Bier zusammenstehen und an
eine gute Zukunft denken. Möglich ist das !!!

Alle ins Gold
Klaus Kirberg

Sankt Augustin, 30.10.2018

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